Page 2 - WurstKatalog 2019 - umdieWurst.de - Metzgerei Böbel
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Vorbild sein



            Alle selbständigen Handwerksunternehmer wünschen sich,
            dass die Kunden bei kleinen inhabergeführten Unternehmen einkaufen.
            Ob das vor Ort oder im Online-Shop erfolgt ist dabei aus meiner Sicht nebensächlich
            (siehe Editorial Wurstkatalog 2018)

            Keine Nebensache ist aber das Verhalten der Handwerksunternehmer.
            Viel zu oft erlebe ich, dass obiges Denken beim Einkauf für das eigene Unternehmen keine große Rolle spielt:

            BEiSpiElE:
               Metzger kaufen für Snacks+Partyservice Tiefkühl-Brötchen beim Großkonzern
               Winzer und Brauer kaufen zu ihrer Wein/Bierprobe Knabbergebäck im Discounter
               Bäcker kaufen Getränke fürs Café über Ihre Einkaufsgenossenschaft
               Hoteliers kaufen Wurst fürs Frühstücksbuffet aus der Wurstfabrik
               Gastronomen kaufen ihr Fleisch in der Großschlachterei

            Sie machen also genau das Gegenteil von dem, was sie sich von Ihren Kunden wünschen.
            Und das kann auf Dauer nicht gut gehen.
            Da ist ein Vorangehen mit gutem Beispiel wünschenswert.

            Und genau das haben wir uns auf unsere Fahnen geschrieben (Seite 38/39).
            So kaufen wir Fleisch von inhabergeführten kleineren Betrieben anstatt „wo am billigsten“,
            Brot aus der Bäckerei anstatt Tiefkühl-Teiglinge, Getränke aus der regionalen Brauerei anstatt „Massenbiere“,
            Milchprodukte und Käse direkt ab Bauernhof,…
            Das ist immer teurer und zeitaufwändiger.
            Doch das ist es uns wert.

            Zugegebenermaßen gibt es immer wieder Grenzfälle, z.B. wenn einzelne Artikel von obigen Lieferanten nicht lieferbar
            sind bzw. es dafür gar keine kleinen Produzenten mehr gibt.  Doch wir halten diese Ausnahmen auf sehr geringem Niveau
            (< 5% aller Einkäufe).  So tragen wir unseren Teil dazu bei, kleine(re) Handwerksbetriebe nach Kräften zu fördern.
            Denn aus unserer Sicht ist es „Betrug am Kunden“, wenn dieser bewusst bei einem kleinen, inhabergeführten Betrieb
            einkauft, dieser Betrieb dann aber einen erheblichen Teil seiner Ware  „wo am billigsten/bequemsten“ ordert.

                                                                                                                                                                        Herzhafte Grüße





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     02    Editorial
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